Objekte · Mendeleev

Was erkennt ein Rauchmelder wirklich?

Ein Rauchmelder muss keine Flamme erkennen. Er reagiert auf Partikel in der Luft – mit zwei verbreiteten, sehr unterschiedlichen Verfahren.

Was passiert?

Bei einem photoelektrischen Melder streuen Rauchpartikel Licht in Richtung eines Sensors, der bei sauberer Luft kaum Licht empfängt. Überschreitet das gestreute Licht einen Schwellenwert, löst die Elektronik Alarm aus.

Ein Blick in das Objekt

Ein Ionisationsmelder ionisiert mit einer winzigen abgeschirmten radioaktiven Quelle die Luft zwischen Elektroden. Dadurch fließt ein kleiner Strom. Rauchpartikel binden Ionen, der Strom sinkt. Americium-241 wurde dafür häufig eingesetzt.

Was uns dieses Objekt zeigt

Beide Verfahren reagieren je nach Partikelgröße und Brandart unterschiedlich. Das zeigt ein allgemeines Sensorprinzip: Ein Sensor erkennt ein Ereignis oft nicht direkt, sondern misst eine physikalische Veränderung und wertet sie aus.