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Wie funktioniert eine Waage? Von Gewichten zum digitalen Sensor

Jahrhundertelang bedeutete Wiegen, eine unbekannte Masse mit bekannten Massen zu vergleichen. Heute wandelt eine Küchenwaage eine winzige Verformung in ein elektrisches Signal um.

Balance mécanique
Objekt
800 g
500 g200 g100 g
Balance numérique
800 g
Der Waagebalken ist die waagerechte Stange, die in der Mitte gelagert ist und beide Schalen trägt. Ist sie waagerecht, herrscht Gleichgewicht.

Die klassische Zweischalenwaage

Bei einer gleicharmigen Waage liegt das Objekt auf einer Schale und bekannte Massen auf der anderen. Ist der Balken waagerecht, gleichen sich die Gewichtskräfte aus und die Masse kann verglichen werden.

Markierte Gewichte wie 500 g, 200 g und 100 g wurden kombiniert, bis Gleichgewicht entstand. Das Objekt hatte dann dieselbe Masse wie ihre Summe: 800 g.

Die klassische Waage ist im Kern ein Massenvergleich.

Was eine digitale Waage misst

Viele moderne Waagen verwenden Wägezellen. Ein Metallelement verformt sich unter Last minimal; aufgeklebte Dehnungsmessstreifen ändern dabei ihren elektrischen Widerstand.

Die Elektronik misst diese Änderung, verstärkt sie und wandelt sie nach Kalibrierung in eine angezeigte Masse um.

Objektunbekannte Masse
=
500 g + 200 g + 100 gbekannte Massen

Im Gleichgewicht gilt: 500 + 200 + 100 = 800 g. Das Objekt auf der anderen Schale hat daher eine Masse von 800 g.

Auch die Digitalanzeige zeigt 800 g: Beide Zeichnungen meinen dasselbe Objekt. Die Balkenwaage bestimmt den Wert durch Vergleich, die Digitalwaage über die winzige Verformung ihrer Wägezelle.

In der Küche: Masse, Volumen und Dichte

Gramm und Milliliter messen unterschiedliche Größen. Für eine Umrechnung zwischen Masse und Volumen benötigt man die Dichte der Zutat.

Alte Waage: unbekannte Masse mit bekannten Massen vergleichen. Digitale Waage: Verformung elektrisch messen und daraus die Masse bestimmen.