Wissenschaftliche Forschung
Bohrium wird vor allem erzeugt, isoliert oder gemessen, um atomare, chemische oder kernphysikalische Eigenschaften zu untersuchen; eine großtechnische Nutzung spielt dabei keine Rolle.
Bohrium ist Element 107 (Bh) in Periode 7, Gruppe 7 und im d-Block. Eine makroskopische Probe existiert nicht; gewöhnliche Stoffeigenschaften sind daher nicht experimentell bestimmt. Die berechnete Elektronenkonfiguration lautet [Rn] 5f14 6d5 7s2.
Bohrium ist ein synthetisches superschweres Element. Es wurden nur sehr wenige Atome erzeugt, sodass seine Chemie nicht an makroskopischen Proben, sondern nur über einzelne Atome, Zerfallsketten und ausgewählte Reaktionen untersucht werden kann.
Die berechnete Elektronenkonfiguration [Rn] 5f14 6d5 7s2 und die Stellung in Gruppe 7 liefern Anhaltspunkte für chemische Trends. Bei so hohen Ordnungszahlen können relativistische Effekte diese Erwartungen jedoch deutlich verändern, deshalb bleiben experimentelle Daten entscheidend.
Von Bohrium können keine makroskopischen Materialproben hergestellt werden. Die wenigen erzeugten Atome werden über Zerfall, Adsorption oder einzelne chemische Reaktionen untersucht; gewöhnliche Stoffklassen und großtechnisch nutzbare Materialien sind experimentell nicht verfügbar.
Es wurde keine makroskopische Probe hergestellt. Gewöhnliche Stoffeigenschaften wie Dichte, Schmelzpunkt und Siedepunkt sind deshalb nicht experimentell bestimmt; veröffentlichte Werte für superschwere Elemente sind überwiegend theoretische Vorhersagen.
Bohrium kommt nicht natürlich in makroskopischen Mengen vor. Es wird in wenigen Atomen in Beschleunigerexperimenten erzeugt und ausschließlich wissenschaftlich untersucht.
Bohrium wird vor allem erzeugt, isoliert oder gemessen, um atomare, chemische oder kernphysikalische Eigenschaften zu untersuchen; eine großtechnische Nutzung spielt dabei keine Rolle.
Bohrium steht in Periode 7, Gruppe 7 und im d-Block. Im dargestellten Ausschnitt liegen links davon Osmium, Seaborgium; rechts davon Hassium. Solche Vergleiche zeigen, welche Eigenschaften sich innerhalb einer Periode oder Gruppe regelmäßig verändern und welche Besonderheiten das Element selbst besitzt.
Die Werte beziehen sich, soweit anwendbar, auf das Element oder das neutrale Atom. Stoffdaten können von allotroper Form, Druck, Reinheit und Messbedingungen abhängen.
Die Geschichte von Bohrium umfasst die Beobachtung seiner Stoffe, die Identifizierung als eigenständiges Element und die spätere Einordnung nach Ordnungszahl. Diese Schritte lagen historisch nicht immer zeitlich zusammen.
Für Bohrium ist kein Standard-Atomgewicht angegeben. Dafür fehlt eine charakteristische, stabile natürliche Isotopenzusammensetzung, aus der ein terrestrischer Mittelwert gebildet werden könnte.
Bohrium besitzt keine stabilen Isotope. Halbwertszeit und Zerfallsart sind deshalb wesentliche Angaben, wenn man seine Isotope vergleicht oder praktisch handhabt.
Bohrium ist radioaktiv. Der Umgang erfordert Strahlenschutzmaßnahmen, die zum Isotop, zur Aktivität, zur Strahlungsart und zur chemischen Form passen.