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75Re

Rhenium

Rhenium ist Element 75 (Re) in Periode 6, Gruppe 7 und im d-Block. Bei Raumtemperatur ist der Referenzzustand fest. Die Elektronenkonfiguration lautet [Xe] 4f14 5d5 6s2.

Ordnungszahl75
Standard-Atomgewicht186.207(1)
Gruppe7
Periode6
Blockd
Elektronenkonfiguration[Xe] 4f14 5d5 6s2
Elektronenstruktur

Was seine Chemie bestimmt

Bei Rhenium spielt die d-Unterschale eine wichtige Rolle für die Chemie. Elektronen ähnlicher Energie können an Bindungen beteiligt sein; dadurch sind mehrere Oxidationsstufen und Koordinationsverbindungen möglich.

Die Konfiguration [Xe] 4f14 5d5 6s2 verändert sich bei der Ionenbildung. Damit können sich Farbe, Magnetismus, Bindungsverhalten und Reaktivität deutlich ändern.

Chemische Formen

Verbindungen, Ionen und Materialien

Rhenium bildet Metalllegierungen sowie Verbindungen in mehreren Oxidationsstufen. Häufig sind Oxide, Halogenide, Sulfide und Koordinationskomplexe; welche Formen stabil sind, hängt stark von Reaktionsbedingungen und Liganden ab.

Physikalisches Verhalten

Aggregatzustand und Phasenübergänge

Der Referenzzustand von Rhenium bei Raumtemperatur ist fest. Zu den angegebenen Stoffdaten gehören Dichte: 21.02 g/cm³; Schmelzpunkt: 3 463 K (3 190 °C); Siedepunkt: 5 869 K (5 596 °C). Messwerte können von Reinheit, Druck, Kristallstruktur oder allotroper Form abhängen.

Vorkommen und Anwendungen

Wo Rhenium vorkommt und wofür es verwendet wird

Rhenium kommt in natürlichen Rohstoffen, Mineralen oder chemischen Verbindungen vor und wird technisch unter anderem in Bereichen wie Strahltriebwerke, Katalysatoren und Thermoelemente eingesetzt.

In der Praxis

Konkrete Anwendungsbeispiele

Strahltriebwerke

Im Bereich „Strahltriebwerke“ wird Rhenium in einer geeigneten chemischen Form oder als Werkstoff eingesetzt. Welche Eigenschaft genutzt wird, hängt vom konkreten Material und vom technischen Zweck ab.

Katalysatoren

Rhenium oder seine Verbindungen dienen als Katalysatoren, wenn sie Reaktionswege erleichtern und chemische Umsetzungen beschleunigen können.

Thermoelemente

Im Bereich „Thermoelemente“ wird Rhenium in einer geeigneten chemischen Form oder als Werkstoff eingesetzt. Welche Eigenschaft genutzt wird, hängt vom konkreten Material und vom technischen Zweck ab.

Position im Periodensystem

Was die Nachbarelemente zeigen

Rhenium steht in Periode 6, Gruppe 7 und im d-Block. Im dargestellten Ausschnitt liegen links davon Ruthenium, Wolfram; rechts davon Osmium, Seaborgium. Solche Vergleiche zeigen, welche Eigenschaften sich innerhalb einer Periode oder Gruppe regelmäßig verändern und welche Besonderheiten das Element selbst besitzt.

Referenzdaten

Physikalische und atomare Eigenschaften

KlassifikationÜbergangsmetall
Aggregatzustand bei RaumtemperaturFest
Elektronenschalen2 · 8 · 18 · 32 · 13 · 2
Dichte21.02 g/cm³
Schmelzpunkt3 463 K (3 190 °C)
Siedepunkt5 869 K (5 596 °C)
Pauling-Elektronegativität1.9
Erste Ionisierungsenergie756kJ/mol
Elektronenaffinität5.8273 kJ/mol

Die Werte beziehen sich, soweit anwendbar, auf das Element oder das neutrale Atom. Stoffdaten können von allotroper Form, Druck, Reinheit und Messbedingungen abhängen.

Geschichte

Entdeckung und Identifizierung

Die Entdeckung beziehungsweise Identifizierung von Rhenium wird mit Masataka Ogawa verbunden. Entdeckung, Isolierung einer reinen Probe und Einordnung über die moderne Ordnungszahl erfolgten historisch nicht immer im selben Schritt.

Isotope und Atomgewicht

Wie die Isotopenzusammensetzung die Zahlen verändert

Das Standard-Atomgewicht beträgt 186.207(1). Es beschreibt die mittlere natürliche Isotopenzusammensetzung terrestrischen Materials und nicht die Masse eines einzelnen Atoms.

Isotope von Rhenium besitzen dieselbe Protonenzahl, unterscheiden sich aber in der Zahl der Neutronen. Dadurch ändern sich Atommasse und bei radioaktiven Isotopen auch Kernstabilität und Halbwertszeit.

Sicherheit

Umgang und Exposition

Die Gefährdung durch Rhenium hängt von chemischer Form, Dosis und Aufnahmeweg ab. Element, Ionen und Verbindungen können biologisch sehr unterschiedlich wirken; maßgeblich sind die Sicherheitsdaten der tatsächlich verwendeten Substanz.