Chemisches Element · Referenzseite
43Tc

Technetium

Technetium ist Element 43 (Tc) in Periode 5, Gruppe 7 und im d-Block. Bei Raumtemperatur ist der Referenzzustand fest. Die Elektronenkonfiguration lautet [Kr] 4d5 5s2.

Ordnungszahl43
Standard-AtomgewichtKein Standard-Atomgewicht
Gruppe7
Periode5
Blockd
Elektronenkonfiguration[Kr] 4d5 5s2
Elektronenstruktur

Was seine Chemie bestimmt

Bei Technetium spielt die d-Unterschale eine wichtige Rolle für die Chemie. Elektronen ähnlicher Energie können an Bindungen beteiligt sein; dadurch sind mehrere Oxidationsstufen und Koordinationsverbindungen möglich.

Die Konfiguration [Kr] 4d5 5s2 verändert sich bei der Ionenbildung. Damit können sich Farbe, Magnetismus, Bindungsverhalten und Reaktivität deutlich ändern.

Chemische Formen

Verbindungen, Ionen und Materialien

Technetium bildet Metalllegierungen sowie Verbindungen in mehreren Oxidationsstufen. Häufig sind Oxide, Halogenide, Sulfide und Koordinationskomplexe; welche Formen stabil sind, hängt stark von Reaktionsbedingungen und Liganden ab.

Physikalisches Verhalten

Aggregatzustand und Phasenübergänge

Der Referenzzustand von Technetium bei Raumtemperatur ist fest. Zu den angegebenen Stoffdaten gehören Dichte: 11 g/cm³; Schmelzpunkt: 2 429 K (2 156 °C); Siedepunkt: 4 538 K (4 265 °C). Messwerte können von Reinheit, Druck, Kristallstruktur oder allotroper Form abhängen.

Vorkommen und Anwendungen

Wo Technetium vorkommt und wofür es verwendet wird

Technetium kommt in natürlichen Rohstoffen, Mineralen oder chemischen Verbindungen vor und wird technisch unter anderem in Bereichen wie Medizinische Bildgebung, Wissenschaftliche Forschung und Nuklearmedizin eingesetzt.

In der Praxis

Konkrete Anwendungsbeispiele

Medizinische Bildgebung

Technetium wird in ausgewählten Materialien oder Komponenten der medizinischen Bildgebung eingesetzt, wenn seine magnetischen, optischen, nuklearen oder strahlenabsorbierenden Eigenschaften nützlich sind.

Wissenschaftliche Forschung

Technetium wird vor allem erzeugt, isoliert oder gemessen, um atomare, chemische oder kernphysikalische Eigenschaften zu untersuchen; eine großtechnische Nutzung spielt dabei keine Rolle.

Nuklearmedizin

Radioisotope von Technetium können in Diagnostik oder Therapie genutzt werden. Entscheidend sind Halbwertszeit, Strahlungsart und chemische Form.

Position im Periodensystem

Was die Nachbarelemente zeigen

Technetium steht in Periode 5, Gruppe 7 und im d-Block. Im dargestellten Ausschnitt liegen links davon Eisen, Molybdän; rechts davon Ruthenium, Wolfram. Solche Vergleiche zeigen, welche Eigenschaften sich innerhalb einer Periode oder Gruppe regelmäßig verändern und welche Besonderheiten das Element selbst besitzt.

Referenzdaten

Physikalische und atomare Eigenschaften

KlassifikationÜbergangsmetall
Aggregatzustand bei RaumtemperaturFest
Elektronenschalen2 · 8 · 18 · 13 · 2
Dichte11 g/cm³
Schmelzpunkt2 429 K (2 156 °C)
Siedepunkt4 538 K (4 265 °C)
Pauling-Elektronegativität1.9
Erste Ionisierungsenergie687kJ/mol
Elektronenaffinität53 kJ/mol

Die Werte beziehen sich, soweit anwendbar, auf das Element oder das neutrale Atom. Stoffdaten können von allotroper Form, Druck, Reinheit und Messbedingungen abhängen.

Geschichte

Entdeckung und Identifizierung

Die Entdeckung beziehungsweise Identifizierung von Technetium wird mit Emilio Segrè verbunden. Entdeckung, Isolierung einer reinen Probe und Einordnung über die moderne Ordnungszahl erfolgten historisch nicht immer im selben Schritt.

Isotope und Atomgewicht

Wie die Isotopenzusammensetzung die Zahlen verändert

Für Technetium ist kein Standard-Atomgewicht angegeben. Dafür fehlt eine charakteristische, stabile natürliche Isotopenzusammensetzung, aus der ein terrestrischer Mittelwert gebildet werden könnte.

Technetium besitzt keine stabilen Isotope. Halbwertszeit und Zerfallsart sind deshalb wesentliche Angaben, wenn man seine Isotope vergleicht oder praktisch handhabt.

Sicherheit

Umgang und Exposition

Die Gefährdung durch Technetium hängt von chemischer Form, Dosis und Aufnahmeweg ab. Element, Ionen und Verbindungen können biologisch sehr unterschiedlich wirken; maßgeblich sind die Sicherheitsdaten der tatsächlich verwendeten Substanz.