Kernreaktoren
Zirconium wird in Reaktormaterialien, Brennstoffen, Neutronenkontrolle oder spezialisierten kerntechnischen Systemen eingesetzt beziehungsweise untersucht.
Zirconium ist Element 40 (Zr) in Periode 5, Gruppe 4 und im d-Block. Bei Raumtemperatur ist der Referenzzustand fest. Die Elektronenkonfiguration lautet [Kr] 4d2 5s2.
Bei Zirconium spielt die d-Unterschale eine wichtige Rolle für die Chemie. Elektronen ähnlicher Energie können an Bindungen beteiligt sein; dadurch sind mehrere Oxidationsstufen und Koordinationsverbindungen möglich.
Die Konfiguration [Kr] 4d2 5s2 verändert sich bei der Ionenbildung. Damit können sich Farbe, Magnetismus, Bindungsverhalten und Reaktivität deutlich ändern.
Zirconium bildet Metalllegierungen sowie Verbindungen in mehreren Oxidationsstufen. Häufig sind Oxide, Halogenide, Sulfide und Koordinationskomplexe; welche Formen stabil sind, hängt stark von Reaktionsbedingungen und Liganden ab.
Der Referenzzustand von Zirconium bei Raumtemperatur ist fest. Zu den angegebenen Stoffdaten gehören Dichte: 6.52 g/cm³; Schmelzpunkt: 2 128 K (1 855 °C); Siedepunkt: 4 650 K (4 377 °C). Messwerte können von Reinheit, Druck, Kristallstruktur oder allotroper Form abhängen.
Zirconium kommt in natürlichen Rohstoffen, Mineralen oder chemischen Verbindungen vor und wird technisch unter anderem in Bereichen wie Kernreaktoren, Keramik und Legierungen eingesetzt.
Zirconium wird in Reaktormaterialien, Brennstoffen, Neutronenkontrolle oder spezialisierten kerntechnischen Systemen eingesetzt beziehungsweise untersucht.
Verbindungen von Zirconium werden in Keramiken eingesetzt, wenn Härte, Temperaturbeständigkeit, elektrische oder optische Eigenschaften benötigt werden.
Zirconium wird Legierungen zugesetzt, um Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Schmelzverhalten oder Hochtemperatureigenschaften zu verändern.
Zirconium steht in Periode 5, Gruppe 4 und im d-Block. Im dargestellten Ausschnitt liegen links davon Vanadium, Yttrium; rechts davon Niob, Hafnium. Solche Vergleiche zeigen, welche Eigenschaften sich innerhalb einer Periode oder Gruppe regelmäßig verändern und welche Besonderheiten das Element selbst besitzt.
Die Werte beziehen sich, soweit anwendbar, auf das Element oder das neutrale Atom. Stoffdaten können von allotroper Form, Druck, Reinheit und Messbedingungen abhängen.
Die Entdeckung beziehungsweise Identifizierung von Zirconium wird mit Martin Heinrich Klaproth verbunden. Entdeckung, Isolierung einer reinen Probe und Einordnung über die moderne Ordnungszahl erfolgten historisch nicht immer im selben Schritt.
Das Standard-Atomgewicht beträgt 91.222(3). Es beschreibt die mittlere natürliche Isotopenzusammensetzung terrestrischen Materials und nicht die Masse eines einzelnen Atoms.
Isotope von Zirconium besitzen dieselbe Protonenzahl, unterscheiden sich aber in der Zahl der Neutronen. Dadurch ändern sich Atommasse und bei radioaktiven Isotopen auch Kernstabilität und Halbwertszeit.
Die Gefährdung durch Zirconium hängt von chemischer Form, Dosis und Aufnahmeweg ab. Element, Ionen und Verbindungen können biologisch sehr unterschiedlich wirken; maßgeblich sind die Sicherheitsdaten der tatsächlich verwendeten Substanz.