Warum reinigt Seife?
Seifenmoleküle besitzen einen wasserfreundlichen Teil und einen Teil, der sich viel besser mit Fetten verbindet.
Was passiert?
Seife und viele Waschmittel sind Tenside. Ihre Moleküle besitzen einen wasserverträglichen Kopf und einen hydrophoben Teil. An Grenzflächen können sie die Oberflächenspannung senken und die Benetzung verändern.
Um fettigen Schmutz können sich Tensidmoleküle so anordnen, dass ihre hydrophoben Teile zum Fett und ihre wasserverträglichen Teile nach außen zeigen. Dadurch lässt sich Fett im Waschwasser verteilen.
Was beeinflusst es?
Reibung und Spülen bleiben wichtig. Seife lässt Schmutz nicht verschwinden, sondern erleichtert Ablösen, Verteilen und Wegspülen.
Warum Wasser allein bei Fett oft nicht reicht
Wasser löst viele polare und ionische Stoffe gut, mit Fetten mischt es sich dagegen schlecht. Tenside besitzen einen wasserfreundlichen und einen fettfreundlicheren Molekülbereich.
Dadurch können sie Fetttröpfchen in Wasser verteilen und beim Spülen abtransportieren. Reiben löst den Schmutz zusätzlich von der Oberfläche.