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Mendeleev / Verbindungen / Schwefelsäure
Molekulare Verbindung · diprotische Säure

Schwefelsäure

H₂SO₄

Schwefelsäure ist H₂SO₄, eine diprotische Oxosäure. Zwei O–H-Gruppen können Protonen stufenweise abgeben.

Diprotisch bedeutet nicht zwei gleich starke Schritte: Die erste Protonenabgabe ist in verdünntem Wasser wesentlich vollständiger als die zweite.
Grundlagen

Die übliche Struktur zeigt zwei saure O–H-Gruppen.

HO–S(=O)₂–OH ist ein nützliches Lewis-Zählbild. Es zeigt beide protonentragenden Gruppen, ohne die reale Bindung vollständig auf eine einzige lokalisierte Struktur zu reduzieren.

Die übliche Struktur zeigt zwei saure O–H-Gruppen.
Die übliche Struktur zeigt zwei saure O–H-Gruppen.
Im Detail

Die beiden Dissoziationsstufen sind chemisch verschieden.

Die erste Protonenübertragung wird in verdünntem Wasser praktisch als vollständig behandelt. HSO₄⁻ kann ein zweites Proton abgeben, aber dieser Schritt ist ein reversibles Gleichgewicht.

Die beiden Dissoziationsstufen sind chemisch verschieden.
Die beiden Dissoziationsstufen sind chemisch verschieden.
Formel lesen

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2 HWasserstoff
1 SSchwefel
4 OSauerstoff
Verstehen

Das Mischen mit Wasser ist stark exotherm.

Hydratation und Ionenbildung setzen viel Wärme frei. Diese Wärme gehört zum Misch- und Solvationsprozess, nicht zur bloßen Summenformel.

Das Mischen mit Wasser ist stark exotherm.
Das Mischen mit Wasser ist stark exotherm.
Referenzdaten

Referenzdaten

FormelH₂SO₄
CAS7664-93-9
PubChem CID1118
Vertiefen

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Sind die gezeichneten S=O-Bindungen vollständig lokalisierte Doppelbindungen?

Nein. Lewis-Strukturen sind Zählmodelle; die reale Elektronenverteilung ist stärker delokalisiert.

Warum ist die zweite Protonenabgabe schwächer?

Nach dem ersten Schritt ist die Spezies bereits negativ geladen; die Bildung eines Dianions verändert Elektrostatik und Solvation deutlich.

Bestandteile

Bestandteile