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Mendeleev / Verbindungen / Siliciumdioxid
Netzwerk-kovalenter Feststoff

Siliciumdioxid

SiO₂

Siliciumdioxid ist SiO₂, aber Quarz besteht nicht aus kleinen O=Si=O-Molekülen. SiO₂ beschreibt das stöchiometrische Verhältnis in einem ausgedehnten Si–O–Si-Netzwerk.

Formeleinheit ≠ Molekül: In gewöhnlicher fester Kieselsäure/Quarz ist jedes Si lokal mit O-Atomen im Netzwerk verknüpft; die Summenformel legt die gesamte Topologie nicht fest.
Grundlagen

SiO₂ ist eine Netzwerkformel, kein dreiatomiges Quarzmolekül.

Das sicherste Anfangsbild ist ein ausgedehntes Si–O–Si-Netzwerk. Die Formel 1:2 beschreibt die Gesamtstöchiometrie.

SiO₂ ist eine Netzwerkformel, kein dreiatomiges Quarzmolekül.
SiO₂ ist eine Netzwerkformel, kein dreiatomiges Quarzmolekül.
Im Detail

Lokal ist Silicium typischerweise von vier Sauerstoffatomen tetraedrisch umgeben.

Das SiO₄-Tetraeder ist ein lokales Motiv. Die O-Atome können weiter zu anderen Si-Zentren brücken und so das Netzwerk aufbauen.

Lokal ist Silicium typischerweise von vier Sauerstoffatomen tetraedrisch umgeben.
Lokal ist Silicium typischerweise von vier Sauerstoffatomen tetraedrisch umgeben.
Formel lesen

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1 SiSilicium
2 OSauerstoff
Verstehen

Dieselbe SiO₂-Zusammensetzung kann verschiedene Festkörperstrukturen bilden.

Quarz, Cristobalit und amorphe Kieselsäure besitzen dieselbe Gesamtformel, aber unterschiedliche Fernordnung bzw. Netzwerktopologie.

Dieselbe SiO₂-Zusammensetzung kann verschiedene Festkörperstrukturen bilden.
Dieselbe SiO₂-Zusammensetzung kann verschiedene Festkörperstrukturen bilden.
Referenzdaten

Referenzdaten

FormelSiO₂
CAS7631-86-9
PubChem CID24261
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Ist O=Si=O jemals sinnvoll?

Für spezielle molekulare Gasphasenspezies kann man solche Modelle diskutieren; für Quarz oder Glas ist es nicht das richtige Strukturmodell.

Bestandteile

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