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Kondensation

Kondensation ist der Übergang eines Gases in den flüssigen Zustand. Im Alltag fällt sie besonders auf, wenn Wasserdampf kleine Tröpfchen bildet.

Was passiert?

Beim Abkühlen eines Gases sinkt die mittlere kinetische Energie seiner Moleküle. Wird Wasserdampf ausreichend gekühlt, können zwischenmolekulare Anziehungskräfte die Moleküle zusammenführen und Flüssigkeitströpfchen entstehen. Die relevante Temperatur hängt unter anderem von Feuchte und Druck ab.

Wo begegnet uns das?

Eine kalte Flasche in feuchter Luft zeigt das sehr anschaulich. Das Wasser außen ist nicht durch die Flaschenwand gelangt: Wasserdampf aus der Umgebungsluft kühlt an der Oberfläche ab und kondensiert.

Auch Wolken entstehen unter Beteiligung von Kondensation, allerdings unter komplexeren atmosphärischen Bedingungen. Wasserdampf kondensiert an winzigen Partikeln zu Tröpfchen oder Eiskristallen, die in der Luft schweben können.

MerksatzDie Tropfen auf einem kalten Glas stammen aus der Luft und nicht aus dem Inneren des Glases.

Einen Schritt weiter

Um das Phänomen zu verstehen, sollte man Antrieb und sichtbares Ergebnis trennen. Temperatur, Druck, Konzentration, Kontaktfläche und Materialart können Geschwindigkeit oder Endzustand verändern. In realen Systemen wirken meist mehrere Faktoren gleichzeitig.

Deshalb kann dasselbe Phänomen im Labor, in der Küche oder draußen sehr unterschiedlich aussehen. Die zugrunde liegende Chemie und Physik bleiben gleich, aber die Bedingungen verschieben das Gleichgewicht.