Wissenschaftliche Forschung
Rubidium wird vor allem erzeugt, isoliert oder gemessen, um atomare, chemische oder kernphysikalische Eigenschaften zu untersuchen; eine großtechnische Nutzung spielt dabei keine Rolle.
Rubidium ist Element 37 (Rb) in Periode 5, Gruppe 1 und im s-Block. Bei Raumtemperatur ist der Referenzzustand fest. Die Elektronenkonfiguration lautet [Kr] 5s1.
Alkalimetalle besitzen ein einziges Valenzelektron. Sie geben es leicht ab und bilden dadurch überwiegend Ionen mit der Ladung +1; diese Elektronenstruktur erklärt einen großen Teil ihrer hohen Reaktivität.
Die Konfiguration [Kr] 5s1 lässt ein relativ leicht entfernbares Außenelektron erkennen. Innerhalb der Gruppe nimmt sein Abstand zum Kern nach unten zu, wodurch sich typische Trends der Reaktivität ergeben.
Rubidium tritt in Verbindungen fast immer in der Oxidationsstufe +1 auf. Häufig sind Halogenide, Hydroxide sowie Salze mit sauerstoffhaltigen Anionen; das freie Metall muss wegen seiner Reaktivität vor Luft und Feuchtigkeit geschützt werden.
Der Referenzzustand von Rubidium bei Raumtemperatur ist fest. Zu den angegebenen Stoffdaten gehören Dichte: 1.532 g/cm³; Schmelzpunkt: 312.5 K (39.3 °C); Siedepunkt: 961 K (687.9 °C). Messwerte können von Reinheit, Druck, Kristallstruktur oder allotroper Form abhängen.
Rubidium kommt in natürlichen Rohstoffen, Mineralen oder chemischen Verbindungen vor und wird technisch unter anderem in Bereichen wie Wissenschaftliche Forschung, Atomuhren und Fotozellen eingesetzt.
Rubidium wird vor allem erzeugt, isoliert oder gemessen, um atomare, chemische oder kernphysikalische Eigenschaften zu untersuchen; eine großtechnische Nutzung spielt dabei keine Rolle.
Rubidium kann als atomare Frequenzreferenz dienen, weil bestimmte Übergänge zwischen Energieniveaus äußerst reproduzierbar sind.
Im Bereich „Fotozellen“ wird Rubidium in einer geeigneten chemischen Form oder als Werkstoff eingesetzt. Welche Eigenschaft genutzt wird, hängt vom konkreten Material und vom technischen Zweck ab.
Rubidium steht in Periode 5, Gruppe 1 und im s-Block. Im dargestellten Ausschnitt liegen links davon Kalium, Calcium; rechts davon Strontium, Cäsium. Solche Vergleiche zeigen, welche Eigenschaften sich innerhalb einer Periode oder Gruppe regelmäßig verändern und welche Besonderheiten das Element selbst besitzt.
Die Werte beziehen sich, soweit anwendbar, auf das Element oder das neutrale Atom. Stoffdaten können von allotroper Form, Druck, Reinheit und Messbedingungen abhängen.
Die Entdeckung beziehungsweise Identifizierung von Rubidium wird mit Robert Bunsen verbunden. Entdeckung, Isolierung einer reinen Probe und Einordnung über die moderne Ordnungszahl erfolgten historisch nicht immer im selben Schritt.
Das Standard-Atomgewicht beträgt 85.4678(3). Es beschreibt die mittlere natürliche Isotopenzusammensetzung terrestrischen Materials und nicht die Masse eines einzelnen Atoms.
Isotope von Rubidium besitzen dieselbe Protonenzahl, unterscheiden sich aber in der Zahl der Neutronen. Dadurch ändern sich Atommasse und bei radioaktiven Isotopen auch Kernstabilität und Halbwertszeit.
Elementares Rubidium reagiert leicht mit Feuchtigkeit und kann mit Wasser heftig reagieren. Es wird deshalb unter kontrollierten Bedingungen von Wasser und Luft ferngehalten.