Chemisches Element · Referenzseite
53I

Iod

Iod ist Element 53 (I) in Periode 5, Gruppe 17 und im p-Block. Bei Raumtemperatur ist der Referenzzustand fest. Die Elektronenkonfiguration lautet [Kr] 4d10 5s2 5p5.

Ordnungszahl53
Standard-Atomgewicht126.90447(3)
Gruppe17
Periode5
Blockp
Elektronenkonfiguration[Kr] 4d10 5s2 5p5
Elektronenstruktur

Was seine Chemie bestimmt

Die Elektronenkonfiguration [Kr] 4d10 5s2 5p5 bestimmt die Außenelektronen, die an der Chemie von Iod beteiligt sind.

Die Stellung in Gruppe 17 und im p-Block ermöglicht den Vergleich mit Nachbarelementen und hilft Bindungs- und Reaktivitätstrends einzuordnen.

Chemische Formen

Verbindungen, Ionen und Materialien

Iod bildet elementare Materialien und chemische Verbindungen, deren Struktur und Oxidationszustand die beobachteten Eigenschaften bestimmen.

Physikalisches Verhalten

Aggregatzustand und Phasenübergänge

Der Referenzzustand von Iod bei Raumtemperatur ist fest. Zu den angegebenen Stoffdaten gehören Dichte: 4.933 g/cm³; Schmelzpunkt: 386.8 K (113.7 °C); Siedepunkt: 457.4 K (184.2 °C). Messwerte können von Reinheit, Druck, Kristallstruktur oder allotroper Form abhängen.

Vorkommen und Anwendungen

Wo Iod vorkommt und wofür es verwendet wird

Iod kommt in natürlichen Rohstoffen, Mineralen oder chemischen Verbindungen vor und wird technisch unter anderem in Bereichen wie Schilddrüsenfunktion, Ernährung und Antiseptika eingesetzt.

In der Praxis

Konkrete Anwendungsbeispiele

Schilddrüsenfunktion

Iod ist für die Bildung von Schilddrüsenhormonen notwendig. Entscheidend ist die Versorgung mit Iodid in geeigneter Menge; sowohl Mangel als auch Überversorgung können problematisch sein.

Ernährung

Iod ist in einer bestimmten ionischen oder molekularen Form für die Ernährung beziehungsweise den Stoffwechsel relevant.

Antiseptika

Im Bereich „Antiseptika“ wird Iod in einer geeigneten chemischen Form oder als Werkstoff eingesetzt. Welche Eigenschaft genutzt wird, hängt vom konkreten Material und vom technischen Zweck ab.

Fotografie

Verbindungen von Iod wurden historisch oder werden in speziellen Fällen in lichtempfindlichen Materialien und fotografischer Chemie eingesetzt.

Position im Periodensystem

Was die Nachbarelemente zeigen

Iod steht in Periode 5, Gruppe 17 und im p-Block. Im dargestellten Ausschnitt liegen links davon Krypton, Tellur; rechts davon Xenon, Polonium. Solche Vergleiche zeigen, welche Eigenschaften sich innerhalb einer Periode oder Gruppe regelmäßig verändern und welche Besonderheiten das Element selbst besitzt.

Referenzdaten

Physikalische und atomare Eigenschaften

KlassifikationNichtmetall
Aggregatzustand bei RaumtemperaturFest
Elektronenschalen2 · 8 · 18 · 18 · 7
Dichte4.933 g/cm³
Schmelzpunkt386.8 K (113.7 °C)
Siedepunkt457.4 K (184.2 °C)
Pauling-Elektronegativität2.66
Erste Ionisierungsenergie1 008 kJ/mol
Elektronenaffinität295.2 kJ/mol

Die Werte beziehen sich, soweit anwendbar, auf das Element oder das neutrale Atom. Stoffdaten können von allotroper Form, Druck, Reinheit und Messbedingungen abhängen.

Geschichte

Entdeckung und Identifizierung

Die Entdeckung beziehungsweise Identifizierung von Iod wird mit Bernard Courtois verbunden. Entdeckung, Isolierung einer reinen Probe und Einordnung über die moderne Ordnungszahl erfolgten historisch nicht immer im selben Schritt.

Isotope und Atomgewicht

Wie die Isotopenzusammensetzung die Zahlen verändert

Das Standard-Atomgewicht beträgt 126.90447(3). Es beschreibt die mittlere natürliche Isotopenzusammensetzung terrestrischen Materials und nicht die Masse eines einzelnen Atoms.

Isotope von Iod besitzen dieselbe Protonenzahl, unterscheiden sich aber in der Zahl der Neutronen. Dadurch ändern sich Atommasse und bei radioaktiven Isotopen auch Kernstabilität und Halbwertszeit.

Sicherheit

Umgang und Exposition

Elementares Iod und manche reaktiven Verbindungen können ätzend oder giftig sein. Das Risiko hängt stark von chemischer Form, Konzentration und Expositionsweg ab.